Mekong Morning Glory

Der Mekong ist einer der mächtigsten Flüsse der Welt. Er überwindet auf seinem über 4.000 km langen Weg aus dem tibetischen Hochland bis zum südvietnamesischen Delta 5.000 Höhenmeter, durchquert sieben Länder, drei Klimazonen und drei Kulturkreise. Auf einer ausgedehnten Reise folgten Eva Pöpplein und Janko Hanushevsky dem Unterlauf des Mekongs und reisten einen Monat lang flussabwärts durch Laos, Kambodscha und Vietnam bis ans Delta, wo sich der Fluss auf einer Fläche von 40.000 Quadratkilometer ausbreitet, sich in Tausende kleine Kanäle verästelt, und sich schließlich ins Südchinesische Meer ergießt.

Dabei ist der Mekong die Lebensader der gesamten Region. Er bestimmt die Flora und Fauna entlang seines Laufes, überflutet die Reisfelder und taktet das Leben der Menschen, die sich aus ihm ernähren. An den Ufern des Mekong, oder Mae Nam Khong, dem „Mother River of All Things“, breitet sich fruchtbares Leben in seiner tropischsten Fülle aus.

 

 

Mekong

 


Das Komponistenduo hat sich auf den Weg gemacht, die Klänge, die dieses Leben erzeugt, mit dem Mikrophon einzufangen.
Es geht in „Mekong Morning Glory“ nicht um eine dokumentarische Abbildung oder gar ein Erforschen fremder Kulturen. Das Ziel der Arbeit ist es, auf einer poetischen Ebene das Eintauchen des europäisch hörenden Reisenden in den fremden Klangkosmos nachzuvollziehen; eine sinnliche akustische Übersetzung für das archaische Thema der Reise in ein unbekanntes Land, in dem hinter jeder Flussbiegung eine Überraschung lauert, zu finden; das Spielen mit der Nähe und Distanz des Zuhörers zu dem Erlebten, dem sich in einem Moment Sicherfühlen in der eigenen Hörgewohnheit und im nächsten Augenblick unweigerlich in den geheimnisvollen Sog des Dschungelflusses gezogen Werdens.

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