Winter storm in the Antarctic

Deutschlandfunk/Hessischer Rundfunk 2016
Ursendung: 17.12.2016 (DLF)

Live-Hörspiel-Performance im Kammermusiksaal des DLF beim 1. Kölner Kongress

Hörspiel des Monats
Prix Marulic 2017/Category Radio Drama
Prix Phonurgia Nova 2017/Radio Art sonoré (Shortlist & Groupe Selection Ars Acustica)

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Unweit des Observatoriums PALAOA ist vor hundert Jahren im antarktischen Weddellmeer Sir Ernest Shackletons Trans-Antarktis Expedition genial gescheitert. Sein Schiff Endurance wurde vom Packeis zerstört, bevor er überhaupt landen konnte. Es folgte eine zweijährige Odyssee durchs Eis. Das Duo Merzouga verbindet die Fiktion einer modernen Expedition und Shackletons Geschichte, die in lyrisch verdichteten Bildern erzählt wird, mit einer elektro-akustischen Komposition aus Unterwasseraufnahmen des Observatoriums. Am Übergang von Wasser, Eis und Luft lösen sich die Genregrenzen auf. Es berühren sich Hörspiel und Klangkunst, Geschichte und Gegenwart, Wissenschaft und zeitgenössische Musik. Und wir tauchen ein in das letzte Habitat der Welt, das frei ist von Menschen gemachten Geräuschen.

Not far from the PALAOA observatory in the Weddell Sea Sir Ernest Shackletons Imperial-Trans-Antarctic-Expedition glamorously failed 100 years ago. His ship “Endurance” was destroyed by pack-ice before the expedition could even set foot on the Antarctic continent. In winter 2016 the modern research ship “FS POLARSTERN” disembarks on another expedition to the Weddell Sea. Merzouga combines the fictitious protocol of a modern expedition and the unlikely story of Shackleton’s rescue with an electro-acoustic composition. At the threshold of water, ice, and air, boundaries between genres dissolve. Radio drama and ars acustica, history and the present, science and contemporary music touch, and we dive deep into the world’s last habitat free of man-made sounds.

Mit Christian Brückner, Jean Paul Baeck, Bruno Winzen, Ulrike Schwab

Gesang: Tobias Christl
Schlagzeug: Lucas Niggli
E-Bass: Janko Hanushevsky
Elektronik: Eva Pöpplein
Komposition & Regie: Merzouga
Redaktion: Sabine Küchler
Produktion: Deutschlandfunk/Hessischer Rundfunk 2016

Dauer: ca. 60:14

Wir danken der Film- und Medienstiftung NRW und der AG Ozeanische Akustik des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrums für Polar- und Meeresforschung für den Zugang zum PALAOA Datenarchiv.

2020-05-20