Kangja ice-fjord, Greenland

Deutschlandfunk/Rundfunk Berlin Brandenburg/Norddeutscher Rundfunk 2013

Ursendung: 20.12.13 (DLF), 22.12.13 (NDR), 01.01.13 (RBB)

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Wenn es monatelang dunkel ist und Winterstürme toben, treffen sich Grönländer und erzählen sich gruselige Qivitoq-Geschichten. Qivitoqs sind Menschen, die die Gemeinschaft verlassen, um alleine draußen in der Natur zu leben. Viele glauben, dass Qivittoqs in Grönlands Wildnis übernatürliche Fähigkeiten entwickeln. „Das Geschichtenerzählen ist der Urausdruck unserer Kultur“, sagt die grönländische Premierministerin Aleqa Hammond.
Eine Inuit aus dem Altersheim in Nuuk erzählt von einer Begegnung mit einem Qivittoq an einem Weihnachtsabend vor langer, langer Zeit. Vier Wochen reist Merzouga durch Grönland, trifft Menschen, hört Geschichten und nimmt die arktische Natur auf. Durch die Sendung spinnt sich eine elektro-akustische Komposition aus Feldaufnahmen grönländischer Natur und traditioneller Inuit-Musik, die den Momentaufnahmen aus dem modernen Grönland gegenüber stehen.

When it is dark for months and winter storms are raging, Greenlanders meet and tell each other creepy Qivitoq stories. Qivitoqs are people who leave the community to live alone outside in nature. Many believe that Qivittoqs develop supernatural abilities in Greenland's wilderness. "Storytelling is the original expression of our culture," says Greenland's Prime Minister Aleqa Hammond.
An Inuit from the old people's home in Nuuk tells of an encounter with a Qivittoq on Christmas Eve a long, long time ago. Merzouga travels through Greenland for four weeks listening to stories, encountering people and recording the vast Arctic nature. The programme spins an electro-acoustic composition of field recordings of Greenlandic nature and traditional Inuit music, juxtaposed with snapshots of modern Greenland.

Mit: Bruno Winzen, An Kuohn und Susanne Barth.

Ton und Technik: Eva Pöpplein und Anne Bartel.
Komposition und akustische Einrichtung: Merzouga.
Regie: Janko Hanushevsky.
Redaktion: Sabine Küchler.

Länge: 49:39

Unterstützt durch die Film- und Medienstiftung NRW und das Goethe Institut Dänemark.

2020-05-13