UA: Ethnologisches Museum Berlin Dahlem,
Aufführungen beim internationalen Festival für Medienkunst lab30 und bei der Kölner Musiknacht.

Das vor 100 Jahren auf eine Wachswalze geritzte Phonogramm wird für einen Abend aus seinem musikethnologischen Archivschrank geholt und behutsam in den Kontext einer zeitgenössischen Livemusikperformance gesetzt. Das Phonogramm, einst große technologische Errungenschaft, wird zur sinnlichen Metapher für die Vergänglichkeit technologischen Fortschritts.

Lieder, die längst verklungen sind, aus Mündern, die sich längst für immer geschlossen haben, schimmern durch eine dichte Schicht grobkörnigen, feinkörnigen, konturreichen Rauschens hindurch und berühren das Ohr des Hörers hundert Jahre nach ihrer Aufnahme.

Eva Pöpplein (Elektronik)
Janko Hanushevsky (Präparierter E-Bass)
Komposition: Merzouga

Beratung/Berliner Phonogramm-Archiv: Albrecht Wiedmann

Verwendung historischer Wachszylinder-Aufnahmen mit freundlicher Genehmigung des Berliner Phonogramm-Archivs, Ethnologisches Museum, Staatliche Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

2020-04-10