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ROT
Inhaltsangabe
Thomas Linde stirbt. In diesen kurzen Augenblicken des Sterbens zieht
noch einmal sein Leben an ihm vorbei – die Geschichten, die er in
seinem Beruf als Beerdigungsredner erlebt, die Musik, seine Liebesbeziehung
zu der Lichtdesignerin Iris und immer wieder die Farbe Rot, über
die er zu schreiben begonnen hat. Uwe Timms Roman "Rot" handelt
von Lebensläufen und ihren Geheimnissen und erzählt die Geschichte
eines unvollendeten Lebens.
Über das Hörspiel
Die formal lockere Struktur der Textvorlage bietet einerseits eine klare
Geschichte, andererseits die Möglichkeit eines freien und assoziativen
Umgangs. So entsteht aus ausgewählten Textbausteinen eine "neue"
Geschichte. Die plastischen Situations- und Ortsbeschreibungen dienen
als Inspiration für Klangräume, in denen sich die Darsteller
bewegen, sie reagieren auf sie und interagieren miteinander und mit der
Musik. In diesem Sinne offenbart sich eine neue, offene Form auf der Schnittfläche
von Live-Hörspiel und Musiktheater.
Urauffürhung 6.10.2005
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Pressestimmen
"So machte sich der von Ambientklängen und elektro-akustischem
Straßenlärm grundierte Dialog zwischen einer sinnenfrohen jungen
Frau und einem etwas gehemmten Kopfarbeiter als perfekt funktionierendes
Hörspiel kenntlich. Die hervorragenden Sprecher Jakob Heydemann und
Ines Honsel wurden von Eva Pöpplein am Laptop und Janko Hanushevsky,
Bassgitarre improvisatorisch begleitet."
Frankfurter Rundschau, 07.10.2005
"Im Prinzip handelt es sich dabei um den dialogisierten
Bewusstseinsstrom eines Sterbenden, der von der Computer-Musikerin Eva
Pöpplein und Janko Hanushevsky am E-Bass akustisch suggestiv begleitet
wird. (...) der Dialog der Schauspieler Jakob Heydemann (Thomas) und Ines
Honsel (Iris) entwickelte (...) in der Reduktion einen starken Reiz –
sparsamer Gestik, aber bewegtem Mienenspiel der Liebenden, von den Mikrophonen
auf unüberbrückbare Distanz gehalten."
Wiesbadener Kurier, 08.10.2005
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