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SANFT UND GRAUSAM

Über das Stück

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus ist ein General im entfernten Afrika im Einsatz. Derweil harrt seine Frau Amelia, umgeben von allem Luxus und den nötigen Annehmlichkeiten, wie Haushälterin, Physiotherapeutin und Kosmetikerin, auf Neuigkeiten. Die guten Nachrichten, die sie erreichen, erweisen sich bald als trügerisch: Zwar war ihr Gatte offenbar erfolgreich und ist am Leben, doch wer sind die beiden Kinder, die auf einmal in Amelias Haushalt gebracht werden? Überlebende des Kriegs? Unschuldige Nachkommen des besiegten Terroristenführers? Ein Journalist vom Schauplatz des Geschehens weiß eine andere Geschichte zu erzählen: das Mädchen, die fast schon erwachsene Laela, hat das Begehren des Generals geweckt und war so überhaupt der Anlass seines jüngsten Feldzugs.

Martin Crimp, einer der meistgespielten britischen Dramatiker der Gegenwart, hat ausgehend von der selten gespielten Sophokles-Tragödie "Die Trachinierinnen" ein spannendes Drama für unsere Zeit geschrieben. Der Stoff geht zurück auf den Herakles-Mythos, dessen letztes Kapitel das Stück SANFT UND GRAUSAM behandelt. Der Feldherr Herakles kehrt heim von seinem letzten Abenteuer, in dem der große Held, der einst Ungeheuer besiegte, selbst zum Ungeheuer geworden ist.

Inszenierung: Martin Schulze
Bühnenbild: Jürgen Lancier
Kostüme: Ulrike Obermüller
Musik: Janko Hanushevsky, Eva Pöpplein
Licht: Oskar Bosman
Dramarurgie: Horst Busch
Premiere 06.05.2005
Staatstheater Kassel

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